31. August 2009
es gibt Tage
25. August 2009
Sommerabend
Klar ruhn die Lüfte auf der stillen Flur;
fern dampft der See; in Dünsten goldig flimmernd
verschwimmt der Sonne letzte rote Spur;
die zarten Wolken wallen hoch und schimmernd.
In laue Dämmrung hüllt sich das Gefild,
die Nebel wachsen aus der warmen Erde;
ein matter Duft vom feuchten Grase quillt,
heim zieht der Hirte mit der satten Herde.
Die letzte Biene summt zum Korbe dort,
und schweigend wird es auf der weiten Halde;
nur eine Grille singt noch einsam fort,
und sanft ein Rauschen wacht im nahen Walde.
Zu weicher Ruhe löst sich jede Kraft,
der Wind selbst schläft wie aus der Welt geschieden,
kaum regt die Aehre sich am schwanken Schaft ...
so sei doch froh, mein Herz, in all dem Frieden!
Gedicht "Sommerabend" von Richard Dehmel (1863-1920)
23. August 2009
heute war Antikmarkt in der Stadt
19. August 2009
Die beiden Engel
O kennst du, Herz, die beiden Schwesterengel, herabgestiegen aus dem Himmelreich: stillsegnend Freundschaft mit dem Lilienstengel, entzündend Liebe mit dem Rosenzweig? Schwarzlockig ist die Liebe, feurig glühend, schön wie der Lenz, der hastig sprossen will; die Freundschaft blond, in sanftern Farben blühend, und wie die Sommernacht so mild und still. Die Lieb' ein brausend Meer, wo im Gewimmel vieltausendfältig Wog' an Woge schlägt, Freundschaft ein tiefer Bergsee, der den Himmel klar widerspiegelnd in den Fluten trägt. Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht, die Liebe will erwerben und besitzen, die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht. Doch dreimal selig, dreimal hoch zu preisen das Herz, wo beide freundlich eingekehrt, und wo die Glut der Rose nicht dem leisen, geheimnisvollen Blühn der Lilie wehrt! Gedicht "Die beiden Engel" von Emanuel Geibel (1815 - 1884)
16. August 2009
14. August 2009
Lebenszeichen
11. August 2009
9. August 2009
Das Rosen-Innere
Das grüne Blatt
Vor meinem Fenster weht
ein Blatt; – der grüne Schein
soll meine Zuversicht
und liebe Ruhe sein.
Vor meinem Fenster weht
ein Blatt. Wir leben so
im leisen Auf und Ab
und sind des Schwebens froh.
Vor meinem Fenster weht
ein Blatt. Mir ist so gut.
Komm an mein Herz, du Grün,
das solche Wunder tut.
Gedicht "Das grüne Blatt" von Otto Julius Bierbaum (1865–1910)
7. August 2009
endlich!
4. August 2009
Sommerrosen
Nun kam der Sommer ... Und der Rosen Fülle
seh' ich allorts und alle Stunde blühen ...
die ganze Welt scheint ihrer Macht verfallen,
und ihre Keusche wirbt Vasallen um Vasallen ...



































